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Influencer-Marketing und Co – Besuch auf der re:publica TEN

teammosaik war auf der dies­jäh­ri­gen re:publica. Während Robin die Stellung in Bremen hielt, sam­melte der Rest span­nende neue Eindrücke auf der Konferenz für Internet und Gesellschaft in Berlin. Das Angebot an Vorträgen war rie­sig, fast schon unüber­sicht­lich. Wir haben uns des­we­gen zwei the­ma­ti­sche Schwerpunkte gesetzt.
Entschieden haben wir uns für die zwei der­zei­ti­gen Trendthemen in der Digitalszene, um die wohl kein Besucher der re:publica herum kam: Influencer-Marketing und das soziale Netzwerk Snapchat. Jedes Thema für sich könnte einen eige­nen Blog fül­len, wir machen ein­fach zwei Beiträge dar­aus und wid­men uns zunächst dem Influencer-Marketing. Ein Beitrag zu Snapchat in der Unternehmenskommunikation folgt in Kürze.
Was haben wir also in den letz­ten Tagen über Influencer-Marketing erfah­ren?
Im Gegensatz zu den USA und Großbritannien, wo die Produktplatzierung oder Markeninszenierung durch Influencer schon als eta­blier­tes Mittel im Marketing-Mix von Unternehmen gilt, hängt Deutschland, was diese Entwicklung angeht, noch etwas hin­ter­her.
Wenn es darum geht, ob Influencer für die eigene Werbung genutzt wer­den sol­len, stel­len sich Marketingverantwortliche zuerst immer die glei­chen Fragen. Wir ver­su­chen die grund­le­gends­ten in die­sem Blogpost zu beant­wor­ten.

 

Was sind Influencer?

Das Wort Influencer, was wört­lich wohl soviel wie „Beeinflusser“ bedeu­tet, wird im Bereich des Marketings seit eini­gen Jahren für Personen genutzt, wel­che in sozia­len Netzwerken viele Follower oder Fans haben und somit als Werbebotschafter für das Marketing von Unternehmen inter­es­sant wer­den. Im Grunde sind Influencer also ähn­lich wie Promis, die in der Werbung als Testimonials auf­tre­ten. Während die klas­si­schen, linea­ren Medien eine immer rela­tiv über­schau­bare Anzahl Prominenter her­vor­brachte, die dafür einer brei­ten Masse bekannt war, ent­stan­den, spä­tes­tens seit YouTube, immer mehr kleine aber spe­zia­li­sierte Inhalte. Für nahezu jedes Interessengebiet fin­det sich heute ein Blogger, Youtuber, Instagram- und neu­er­dings auch Snapchat-Account.

Wieso Influencer-Marketing nutzen?

Viele erfolg­rei­che Influencer kön­nen inzwi­schen von Werbung, wel­che von ihnen auf Ihren Kanälen plat­ziert wird, leben. Wie das mög­lich ist? Die sozio­gra­fi­schen Merkmale und Interessen der Fans eines Influencers las­sen sich durch Analytics-Tools von YouTube, Facebook und Co. sehr genau bestim­men. Gleichzeitig kon­zen­trie­ren sich Influencer in der Regel auf sehr spe­zi­fi­sche Themen und genie­ßen bei ihrem inter­es­sier­ten Publikum gro­ßes Vertrauen.

 

Ist das nicht Schleichwerbung?

Cornelia Holsten - Influencer Marketing

Cornelia Holstein zur Kennzeichnungspflicht im Influencer-Marketing (im Video ab Min. 21)

Cornelia Holstein zur Kennzeichnungspflicht im Influencer-Marketing (im Video ab Min. 21)
Im Zusammenhang mit Influencer-Marketing wird immer wie­der das Thema Schleichwerbung genannt. Natürlich besteht auch bei Werbung mit Influencern auf sozia­len Netzwerken Kennzeichnungspflicht. Da es jedoch weder für das wer­bende Unternehmen, noch für den Influencer von Interesse ist, einen Schleichwerbeskandal (inklu­sive Shitstorm) aus­zu­lö­sen, wird die­sen Pflichten in der Regel nach­ge­kom­men. Das bestä­tigte auch die Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt Cornelia Holstein, bei einer Podiumsdiskussion (ab Min. 21 auf YouTube) auf der Media-Convention, wel­che par­al­lel zur re:publica lief. Die Richtlinien, wel­che den Influencern von den Landesmedienanstalten zur Verfügung gestellt wer­den, kön­nen hier her­un­ter­ge­la­den und nach­ge­le­sen wer­den.
Für die Influencer ist es sehr wich­tig ihre Authentizität und die oft über einen lan­gen Zeitraum auf­ge­baute Glaubwürdigkeit zu bewah­ren. Die Kennzeichnung von Werbung und eine pas­sende Auswahl der Werbepartner sind daher Pflicht und im Interesse aller.

 

Ist Influencer-Marketing das richtige Mittel für mein Unternehmen?

Influencer-Marketing ist natür­lich nicht per se für jedes Unternehmen oder jede Marke eine sinn­volle Marketingmaßnahme. Wie bei jeder ande­ren Maßnahme gilt es, zu über­prü­fen wel­che Zielgruppe erreicht wer­den soll und wo diese am bes­ten zu errei­chen ist.
Besonders bei einer jun­gen Zielgruppe sollte Influencer-Marketing jedoch als ein Baustein für den Marketing-Mix Beachtung fin­den. Jugendliche sind heut­zu­tage kaum mehr über klas­si­sche Medien wie TV und Radio zu errei­chen. Sie bewe­gen sich auf vor­nehm­lich visu­el­len sozia­len Netzwerken wie Snapchat und Instagram und tau­schen sich über Instant-Messaging Diensten wie WhatsApp und Snapchat aus. Um diese Zielgruppe zu errei­chen, müs­sen Unternehmen im Marketing also dort anset­zen, wo die Jugendlichen die meiste Zeit ver­brin­gen.

 

Influencer-Marketing Bremen

Nicht zuletzt die re:publica hat gezeigt, dass in Zukunft kein Weg mehr um Influencer-Marketing füh­ren wird. Im Idealfall gewin­nen dabei alle: Unternehmen errei­chen prä­zise ihre Zielgruppe, Influencer wer­den in ihrem Schaffen unter­stützt und die Zuschauer bekom­men ver­trau­ens­wür­dige Empfehlungen, denen Sie einen höhe­ren Wert bei­mes­sen als der im Vergleich dazu schon bei­nahe stumpf erschei­nen­den klas­si­schen Werbung. Auch wir bemer­ken das stark stei­gende Interesse von Bremer Unternehmen und Organisationen an den Möglichkeiten des Influencer Marketings, wes­halb wir für die kom­men­den Monate noch eini­ges zu dem Thema geplant haben.

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